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April 20, 2018

Anrüchig: Widerstandsdarsteller von COMPACT und Einprozent verleihen Preis an sich selbst


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Im Mainstream ist es längst Alltag, dass sich eine kleine Clique von Auserwählten gegenseitig Preise für fragwürdige Aktionen verleiht. Man klopft sich gegenseitig auf die Schulter und schlürft Champagner, während das Land vor die Hunde geht. Im Bereich der alternativen Medien ist das anders – dachte man bisher. Doch auch Teile der vermeintlichen Opposition sind mittlerweile im gleichen stinkenden Sumpf angekommen, in dem sich Systemmedien und deren Vasallen schon lange befinden.

von Günther Strauß

Als sich die EU im Jahre 2012 quasi selbst den Friedensnobelpreis verlieh, da staunten wir nicht schlecht. Die EU wurde dabei „für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte“ ausgezeichnet. Vollkommen zurecht wurde diese Farce durch viele alternative Medien angeprangert. Abgesehen davon, dass die EU mit Demokratie in etwa so viel zu tun hat, wie eine Prostituierte mit Jungfräulichkeit, ist es an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, dass man sich heute scheinbar Preise selbst verleihen kann.

Doch in den Kreisen der Aufgeklärten und Widerständler scheint ein solches Gebaren nun auch salonfähig geworden zu sein, wie die Souveränitätskonferenz des Magazins COMPACT am 25. November 2017 in Leipzig zeigt. Im Ablaufplan konnte man bereits vom Vorfeld den folgenden Tagesordnungspunkt erspähen: „12.35 Uhr bis 13.00 Uhr: Preisverleihung „Held des Widerstandes 2017“ mit Laudatio“ Jeder war gespannt, wer nun mit diesem neuen, eigens durch COMPACT und Einprozent verliehenen Preis, ausgezeichnet werden sollte. An potentiellen Preisträgern, die mit ihrer Arbeit wirklich etwas aufs Spiel gesetzt, sowie ihre persönliche und berufliche Existenz verloren haben, dürfte es jedenfalls nicht mangeln.

Die Spannung an jenem Nachmittag in Leipzig war groß. Wem würde wohl die Ehre zuteil, diesen Preis als erster zu erhalten? Die Bombe platzte dann mit der Verleihung des Preises an die Identitäre Bewegung, stellvertretend Martin Sellner und Robert Timm. Die Identitären wurden für ihre Aktion „Defend Europe“ ausgezeichnet, welche nüchtern betrachtet außer etwas medienwirksam in Szene gesetztem Foto- und Videomaterial bisher nicht wirklich etwas gebracht hat.

Im Rahmen der benannten Aktion stachen Sellner und seine Mannen mit einem Schiff in See, um sogenannte Flüchtlingsboote davon abzuhalten, nach Europa zu fahren und die Illegalen dort von Bord zu lassen. Dazu wurden über ein Crowdfunding Hunderttausende Euro eingesammelt. Bisher ist allerdings kein einziger Fall dokumentiert, dass mit der Aktion ein Schlepperschiff aufgehalten, geschweige denn auch nur einzelner sogenannter „Flüchtling“ am Übersetzen nach Europa gehindert werden konnte. Im Gegenteil: Während Sellner mit seiner Crew zunächst wochenlang völlig planlos einem einzelnen NGO-Schiff hinterher fuhr, schleppten vier andere NGO-Schiffe, die zur gleichen Zeit im Mittelmeer agierten, ungestört Tausende Flüchtlinge von Afrika nach Europa.

Was aber bei der ganzen Geschichte noch viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass man sich die Auszeichnung „Held des Widerstandes 2017“ offenbar selbst zugeschustert hat. Denn Preisverleiher Jürgen Elsässer ist nicht nur Chefredakteur und Mitgesellschafter bei COMPACT, sondern nachweislich auch Gründungsmitglied bei Einprozent, also jene Initiative unter deren Namen die Identitäre Bewegung in Deutschland ebenso tätig ist, wie unter ihrem eigenen. Preisträger Martin Sellner räumt das in einem Video auch ganz offen ein:

Wenn der tatsächliche Erfolg ausbleibt, beschenkt der klebrige alternative Filz seine Protagonisten eben mit selbst kreierten Preisen. Politisch erreicht haben weder COMPACT von Elsässer, die Identitäre Bewegung von Sellner und auch PEGIDA von V-Mann und Koksverkäufer Bachmann bisher nicht das Geringste. Jürgen Elsässer, der einstige Posterboy der Antideutschen, brüstet sich zwar immer damit, die AfD in die Parlamente gehievt zu haben, doch unterm Strich wäre die Partei problemlos auch ohne Elsässer dort eingezogen. Im Gegenteil könnte man sogar die Frage stellen, ob Elsässers Verhalten der AfD in Teilen nicht sogar geschadet hat. Denn er fühlte sich bisweilen bemüßigt, Personalentscheidungen in der Partei (deren Mitglied er nicht einmal ist) zu kommentieren und Forderungen aufzustellen und trieb somit einen Keil zwischen ohnehin schon existierende verschiedene Lager in der Partei.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass COMPACT, PEGIDA und die Identitären ausschließlich monetäre Ziele verfolgen. Jürgen Elsässer will Abos an den Mann bringen, bei PEGIDA gehen bei jeder Veranstaltungen Spendenboxen durch die Reihen und die Identitären starten für zweifelhafte Projekte ein Crowdfunding nach dem anderen, um damit ihren Selbstdarstellungstrieb zu finanzieren. Ahnungslose Bürger, die wirklich etwas im Land verändern wollen, versenken ihr Geld in den dunklen Kanälen vorgenannter Protagonisten, während selbige sich medienwirksam in Szene setzen und den Widerstand nicht leben oder vorantreiben, sondern ganz im Sinne des Systems, verwalten. Und zu allem Überfluss feiert man das eigene Nichtstun jetzt auch noch mit Preisen, die man sich selbst verleiht. Da kann man sein Kreuz auch direkt bei Schlepperkönigin Angela Merkel machen. Die arbeitet ähnlich kriminell, aber weitaus effektiver.

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