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Januar 21, 2018

Volljährige „Flüchtlingskinder“: „Polizei weiß das seit 2015 – Politiker ignorant“


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Gesellschaft

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Die jüngste Studie für das Bundesfamilienministerium hat Ursachen dafür genannt, dass die Kriminalität im Zuge der Asylzuwanderung zunimmt. Polizeigewerkschafter forderten Konsequenzen.

Laut der Studie des Kriminalwissenschaftlers Christian Pfeiffer, der sich vor allem auf die Lage in Niedersachsen konzentriert, stieg die Zahl der polizeilich registrierten Gewalttaten in dem Bundesland zwischen 2014 und 2016 um 10,4 Prozent.

Der höhere Anteil an Tatverdächtigen sei unter anderem mit dem Durchschnittsalter der Migranten zu erklären. Bei den Zuwanderern handele es sich zu einem großen Teil um junge Männer in jener Altersspanne, in der mehr Menschen typischerweise straffällig würden. Ein weiteres Problem seien Betreuungsdefizite bei Minderjährigen.

Auf die Herausforderungen, die die Studie anspricht, weise die Polizei schon seit Jahren hin, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Ulf Küch, der „Welt“.

„Doch lange wollten die Politiker nicht hinhören, etwa bei dem Phänomen der sogenannten unbegleiteten minderjährigen Ausländer. Den Polizisten war schon 2015 klar, dass darunter viele erwachsene Männer sind“, sagte Küch.

Das Jugendamt hätte aber die Bitten der Beamten, das Alter bei angeblich minderjährigen Flüchtlingen medizinisch prüfen zu lassen, „partout abgelehnt“.

„Hoffentlich trägt Pfeiffers Studie dazu bei, dass die Probleme mit erwachsenen Kriminellen, die hier als Flüchtlingsjugendliche umsorgt werden, angegangen werden“, sagte Küch.

Laut Rainer Wendt, Vorsitzendem der Deutschen Polizeigewerkschaft, sei es naiv, „jeden Monat 15.000 Migranten unerlaubt einreisen zu lassen, darunter die Mehrheit ohne jedes Identitätsdokument, und sich dann zu wundern, dass darunter auch viele Straftäter sind“.

„Die Zeche für die Naivität der Politiker zahlten die Kriminalitätsopfer“, so Wendt.

Die Zuwanderungskrise in Europa hatte sich im Zusammenhang mit dem wachsenden Flüchtlingszustrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Migranten aus den Unruhegebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt noch immer an. Allein im Jahr 2015 waren rund 1,8 Million Migranten nach Europa gekommen. Experten sprechen von der größten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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