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Januar 24, 2018

Intelligenz und Nachdenken ist uncool! Stattdessen ist Gewalt und Dummheit angesagt — Das Kind der Gesellschaft — Sott.net


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Wann war es das letzte Mal, dass sie von Kindern und Jugendlichen dieser Generation Dinge wie „was steht in diesem Buch, ich möchte es wissen und verstehen“ gehört haben? Haben Sie schon einmal Diskussionen unter diesen Kindern und Jugendlichen beobachtet? Um was geht es dort meistens? Um wichtige und tiefe Themen etwa?

Nein, zumeist hört man Dinge wie: „Hast du schon das neueste I-Phone gesehen?“, „Schau mal, ich hab dieses Handy, deines ist schlechter“, „Der neue Song von Rapper so und so ist geil, der macht den anderen Typ richtig fertig“ oder „Die Person in dem Video oder da drüben wird geschlagen oder gemobbt und verdient es nicht anders“. Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, diese Kinder sind fast ständig am Handy und bekommen über Whatsapp oftmals völlig sinnfreie, gewalttätige und auch pornographische Mitteilungen von ihren Freunden zugeschickt. Wie sieht es im Kindergarten oder in der Schule aus? Traut sich dort noch irgendein Kind, irgendetwas Intelligentes oder Wichtiges von sich zu geben, ohne befürchten zu müssen, dass es gemobbt und ausgeschlossen wird?

Oder wie sehen die zwischenmenschlichen Interaktionen in Gruppen dieser Kinder und Jugendlichen aus? Haben Sie diese Gruppen schon einmal beobachtet? Sind Sie schon einmal an so einer Gruppe vorbei gelaufen – und wenn ja, wie haben Sie sich gefühlt? Haben Sie Angst gehabt? Und wenn ja, warum? Haben Sie befürchtet, beleidigt und schikaniert zu werden? Oder schlimmer noch, körperlich angegangen zu werden? Wenn unsere Kinder systematisch psychopathischen Verhaltensweisen durch ihre Idole in der Musikwelt und auch in pornographischen und gewalttätigen Videos ausgesetzt sind, ist es dann überraschend, dass Gruppen dieser Kinder dazu neigen, diese „Vorbilder“ nachzuahmen? Mittlerweile ist es sogar schon uncool, sinnvolle Sätze zu bilden, die über „Hey, Alter!“ hinaus gehen. Auch die Art der Betonung dieser sinnfreien Sätze muss klingen, „wie es der Rapper macht“. Die Kinder dieser Generation sind wirklich nicht zu beneiden. Natürlich Verhalten sich nicht alle jungen Leute so aber der Trend in diese Richtung ist definitiv spürbar.

War das schon immer so? Fragen Sie mal Ihre Großeltern. Irgendetwas läuft hier gewaltig schief.

Eine kurze Erinnerung: Wir Menschen besitzen etwas, was sich radikal in seiner Funktion und seinen Möglichkeiten von Tieren unterscheidet. Es nennt sich Gehirn. Die jüngste Generation wird systematisch von den Medien, der Wissenschaft und unserem völlig korrupten Gesellschaftssystem dazu gedrängt, dieses Hirn nicht zu benutzen – und schlimmer noch, seine Funktionen als uncool zu betrachten.

In dem Buch Politische Ponerologie wird detailliert erklärt, wie ganze Gesellschaften und Länder mit abnormalem Gedankengut infiziert werden. Genau diesen Prozess können wir gerade in unserer Gesellschaft beobachten und die jüngste Generation ist dafür offensichtlich am anfälligsten.

Einige weitere Gründe hinter diesem Phänomen beschreibt Pierre Lescaudron eindrücklich in seinem Artikel:

Hier ein kleiner Auszug. Die Abkürzung KfsG steht für „Krieger für sozial Gerechtigkeit“:

Die hyper-narzisstische Generation

'It is forbidden to forbid'

„Es ist verboten, zu verbieten“

Die Revolution in den 1960-er Jahren hat eine Gesellschaft erschaffen, in der alles erlaubt war. Plötzlich war es „verboten zu verbieten“ (das Motto der Revolte in Frankreich im Jahr 1968). Naiverweise glaubte man, dass dieses Motto der Weg zur Freiheit ist.

Das genaue Gegenteil ist der Fall: Freiheit bedeutet nicht, dass „man tun und lassen kann was man will“. Ohne Regeln und ohne Grenzen scheinen sich Menschen, in der Mehrzahl der Fälle, in ein infantiles Stadium zurückzuentwickeln. Ein Stadium, das bei jedem Erwachsenen direkt unter der Oberfläche schwelt, wo er der Sklave seiner kleinlichsten und kleinkariertesten Impulse ist, während sich die Gesellschaft, die ein solches Motto gut heißt, auf der kollektiven Ebene zur Barbarei zurückentwickelt, bei dem der Schwächste zum Sklaven des Stärksten wird.

Die Millennium-Generation ist die erste Generation, die von Eltern groß gezogen worden sind, die nach der „sexuellen Revolution“ geboren wurden. Diese Eltern haben die Hippiekultur angenommen und haben „ja“ zu allem gesagt, was ihre Kinder verlangt haben. Sie taten dies wegen der vorherrschenden freizügigen und nachgiebigen Umgebungsatmosphäre, aber auch aus narzisstischen Motiven: Sie wollten von ihren Kindern nicht als negativ wahrgenommen werden; das narzisstische Selbstbild war ihnen wichtiger als die psychische Gesundheit ihrer Kinder.

Wenn das diabetische Kind nach Süßigkeiten verlangte, sagten die Eltern „ja“, damit das Kind sie lieb hat, weil dies für sie wichtiger war als die negative gesundheitliche Auswirkung auf das Kind. Schon lange waren die Zeiten vergangen, an dem das alte Sprichwort zum Tragen kam: „Wenn deine Kinder dir nicht mindestens einmal am Tag sagen, dass sie dich hassen, dann kommst du deiner Aufgabe als Elternteil nicht nach“.

Prevalence of single parent family

Häufigkeit der Ein-Eltern-Familie

Es gab auch einen finanziellen Faktor, der die narzisstische Tendenz der Nachkommen der Hippie-Generation (der Millennium-Generation) erklärt. Die meisten Menschen, die die „Hippie“ Kultur angenommen hatten, waren wohlhabend genug, dass sie nicht acht Stunden am Tag in einer Fabrik arbeiten mussten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dieser relative Wohlstand hat es ihnen ermöglicht zu allem ja zu sagen, einschließlich zu den materiellen Forderungen ihrer Kinder.

In der traditionellen Familie nährt und hegt die Mutter das Kind und der Vater setzt die Grenzen. Jedoch leben wir jetzt in einer vaterlosen Gesellschaft. In Amerika wird die Mehrheit der Kinder seit den 1990ern nur von einem Elternteil großgezogen. In mehr als 80% dieser Fälle ist das alleinerziehende Elternteil die Mutter. Ja, Sie haben das gerade richtig gelesen: Von einem Vater und einer Mutter aufgezogen zu werden ist heutzutage ein Ausnahmefall.

Um den Einfluss der Erziehung auf die Neigung, autoritäre Ansichten anzunehmen, zu veranschaulichen, ist hier ein Zitat aus dem Artikel mit dem Titel „Wer wird zum Nazi„, der 1941 von einer der renommiertesten Journalisten seiner Zeit geschrieben wurde:

Ich glaube der junge D dort drüben ist der einzige geborene Nazi in diesem Raum. Der junge D ist der verwöhnte und verzogene einzige Sohn einer vernarrten Mutter. Ihm wurde in seinem Leben noch nie eine Grenze gezeigt. Er verbringt seine Zeit mit dem Spiel herauszufinden, womit er ungestraft davonkommen kann. Er wird andauernd für zu schnelles Fahren verhaftet und seine Mutter zahlt die Bußgelder. Er war gegenüber zwei Ehefrauen rücksichtslos und seine Mutter bezahlt die Alimente. Er verbringt sein Leben mit Sensationslust und Theatralik. Er ist gegenüber jedem total rücksichtslos. Auf eine gehaltlose und hochmütige Art ist er sehr gutaussehend und übermäßig eitel. Er würde sich sicherlich sehr gut in einer Uniform machen, die es ihm ermöglichen würde, über andere zu stolzieren und sich als Herr aufzuspielen.

– Dorothy Thomson

Selbst für die wenigen Kinder, die von ihrer Mutter und ihrem Vater erzogen werden, spielt der letztere nur noch selten die Rolle der traditionellen Autoritätsfigur. In vielen Haushalten überall im Westen wurde der Ursprung der Legitimität des Vaters – die Fähigkeit, die Familie und den Haushalt durch Arbeit zu ernähren – durch die zunehmende Arbeitslosigkeit zerstört.

I don't need you, I have Internet

Ich brauche dich nicht, ich habe das Internet

Wenn Eltern es in der Vergangenheit misslungen war, ihren Kindern Grenzen aufzuzeigen, konnten andere soziale Interaktionen mit Gleichaltrigen, Mitgliedern der Gemeinschaft und Nachbarn zumindest teilweise diese Selbstgefälligkeit der Eltern ausgleichen. Für die Millennium-Generation hat jedoch das Internet die realen sozialen Interaktionen und ihre damit verbundenen Konzepte der Verantwortung, Konsequenz, Beständigkeit und Ehrlichkeit weitestgehend ersetzt.

Im Internetzeitalter kann man so narzisstisch sein wie man will und wenn irgendein Internetnutzer dich auf deine Fehler aufmerksam macht, kann man einfach zu einem anderen Chatroom oder Forum gehen, wo man dann andere Internetnutzer findet, die die gleichen (und oftmals fehlerhaften) Ansichten wie man selbst aufweisen.

Wenig überraschend befinden sich heutzutage die meisten Brennpunkte der sozialen Gerechtigkeit in Universitäten. Ein Ort, in dem die ärmsten sozialen Schichten und Gruppen nur selten aufzufinden sind. Diese Generation – die wir die „verlorene Generation“ nennen könnten – reift gerade heran und erreicht das Alter der verstärkten sozialen und politischen Macht. Das sind die Menschen, die unsere zukünftige Gesellschaft gestalten werden; sie werden die Führungskräfte von morgen.

Diese Generation lehnt Andersartigkeit ab. Echte Vielfalt ist aus zwei Gründen ihr Feind:

  • die Anderen mit ihren Unterschieden bieten Ansichten und Ideen an, die das Potential in sich tragen, die fragilen Fundamente des Exo-Skeletts zu erschüttern (siehe nachfolgende Kapitel), die auf externen Autoritäten aufgebaut und deshalb auf externe Faktoren konditioniert sind. Aus dieser Perspektive stellen andere für sie essentielle Bedrohungen dar, die die persönliche Identität des Individuums in Gefahr bringen könnten.
  • die Anderen in ihrer Andersartigkeit tragen das Potential in sich, andere Meinungen zu haben und deshalb „nein“ zu sagen, was, in einem sehr realen Sinne, für die narzisstische Individuen Leid bedeutet, deren nachgiebige Umgebung ihnen gelehrt hat, die Bestätigung ihrer Launen mit Vergnügen gleichzusetzen und dem Nicht-Zustimmen dieser Launen mit Leid.

Wie können wir nun jedoch die Ablehnung der Andersartigkeit mit den zahlreichen Behauptungen der KfsG über Vielfalt und Multikulturalismus in Einklang bringen? Was sagen uns die Fakten jenseits dieser ansprechend reizvollen Worte? Die „Vielseitigkeit“, die die KfsG fordern, ist die geistlose Vielseitigkeit der Oberflächlichkeit: Äußere Erscheinungsbilder, sexuelle Orientierung, Pronomen… während sie das Ausradieren biologischer (sei es nun Geschlecht, Rasse oder Behinderung) und kultureller Unterschiede (Moralvorstellungen, Religionen, etc.) unterstützen.

Italy: Femen shoving the Christian cross up their backsides

Italien: Die Aktivisten der Feminismus-Gruppe „Femen“ schieben sich das christliche Kreuz in ihre Hinterteile

Ein weiteres Paradox bei den KfsG besteht in Folgendem: während sie nach Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung schreien, kommen sie weitgehend intolerant rüber. Während man welches Geschlecht auch immer haben darf und so viele Piercings wie man mag, dürfen wir, Gott verbiete, nicht anders denken und schon gar nicht die Ideologie der KfsG in Frage stellen oder noch schlimmer, ihr entgegentreten.

In der Welt der KfsG besteht die einzige Freiheit die man hat, darin, ihrer Ansicht der Welt zuzustimmen, während unsere biologischen und kulturellen Identitäten hinauskomplimentiert werden.

Die KfsG Ideologie strebt nicht nach Gleichheitsrechten (in denen alle Individuen zwar unterschiedlich sind, aber die gleichen Rechte haben), sie strebt nach Gleichheit und Gleichförmigkeit, da sie Unterschiede als den Ursprung und die Ursache der Unterdrückung wahrnimmt. Um also die Unterdrückung zu stoppen und Gleichheit/Gerechtigkeit wieder einzuführen, müssen Unterschiede abgeschafft werden.

Wenn man als „normales“ Individuum in der „Schönen Neuen Welt“ der KfsG als Bürger voll anerkannt werden will, muss man zuerst einige große „Verbesserungen“ umsetzen: z.B eine Operation zur Geschlechtsumwandlung, die Amputation eines Beins, die Haare lila färben, deinen Körper mit Tattoos bedecken und ein Kruzifix in dein Hinterteil schieben.

Die Verehrung des Egos, narzisstische Implosion

Da der Einfluss der Emotionen stärker als die Einsicht des Verstandes geworden ist und Eigeninteressen gemeinsame Interessen überwältigt haben, leben die Minderheiten von heute in einem permanenten Zustand der Verleugnung der Realität (z.B. hinsichtlich der Existenz der Wahrheit, objektiven Realität und der Dualität der Männlichkeit/Weiblichkeit), die sie mit ihrer eigenen subjektiven Auffassung über die Wirklichkeit ersetzt haben.

So gesehen haben sie nicht nur „Gott umgebracht“, sondern jeder von ihnen sitzt jetzt auf seinem eigenen Thron und hält an seiner eigenen „Wahrheit“ und seiner eigenen „Realität“ fest, die dann anderen aufgezwungen werden. Dies erinnert mich an einen bezeichnenden Dialog:

„Wie kann man seine Seele verlieren?“

„Indem man gegen seine Seele sündigt.“

„Durch ein sinnliches Leben?“

„Oh nein, in den meisten Fällen ist das eine Sünde gegen den eigenen Körper. Du wirst vielleicht in diesem Leben oder in irgendeiner zukünftigen Inkarnation dafür büßen.“

„Aber dann, indem man andere schlecht behandelt?“

„Nein, in der Regel ist selbst das keine Sünde gegen deine Seele. Du wirst deine Strafe dafür, dass du andere schlecht behandelst, in dieser oder irgendeiner zukünftigen Inkarnation erhalten, wobei mutwillige Grausamkeit gegen ein wehrloses Wesen, rattenhafte Undankbarkeit oder eine angeborene Neigung anderen hinterher zu spionieren schon zu einem gewissen Grad eine Seelenlosigkeit offenbart, was vielleicht daran liegt, dass in einer früheren Inkarnation Sünden gegen die eigene Seele begangen wurden.“

„Na gut, was ist dann eine Sünde gegen die eigene Seele?“

„Spirituelle Dinge für egoistische Zwecke zu benutzen. Gott auf die Erde zu verschleppen. Der Versuch, sich selbst auf die Ebene des Schöpfers zu stellen.

– Theodore Ilion, Darkness over Tibet

Der zügellose Narzissmus, den wir heutzutage überall um uns herum sehen, hat zu einem sich verengenden Fokus auf das Ich geführt, auf Kosten Anderer und den Gemeinschaften, in denen wir leben.

Tatsächlich lebten Individuen vor der „Modernen Neuzeit“ in hoch integrierten Systemen. Sie waren ein Teil der Natur (siehe Animismus), ein Teil der Menschheit (haben andere Menschen wie Brüder und Schwestern behandelt), ein Teil der Schöpfung (Gottessohn), ein Teil der Rechtsordnung (Bürger), ein Teil eines transzendenten Systems (Gott, Himmel, Erde, Hölle), ein Teil eines Moralsystems (gut, böse). Individuen hatten eine tiefe Achtung und Respekt für die Vergangenheit (Ahnenkult) und eine ernsthafte Sorge um die Zukunft (sie arbeiteten hart, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen).

All diese grundlegenden Bindungen, die dem Individuum seine Identität und eine sinnvolle Bestimmung auf sozialer, naturgegebener und theologischer Ebene gegeben haben, sind durchtrennt worden. Das Ich wurde isoliert und von seiner Umwelt getrennt.

Die Natur wird geleugnet. Für den Geschlechtstheoretiker wird ein menschliches Wesen frei von vorbestimmten Festlegungen der Natur geboren, einschließlich des Geschlechts. Die Mitmenschlichkeit wird dämonisiert (der andere Mensch ist eine potenzielle Quelle der Unterdrückung), Regeln und Normen werden als unterdrückend abgelehnt, die Moralität wird geleugnet, weil es kein Gemeinschaftsgut mehr gibt und da jedes Ereignis nur aus einer egoistischen und subjektiven Perspektive analysiert wird.

Moderne Version der Parole

Die moderne Version der „Mein Körper gehört mir“-Parole

Diese narzisstische Implosion hat sogar zu einer Dissoziation zwischen dem Selbst und dem Körper geführt. Erinnern Sie sich noch an die Parole „Mein Körper gehört mir“ aus dem Jahr 1968? Sprich, ich kann mit meinem Körper tun und lassen was ich will? In der Vergangenheit hat die Kirche eine Dualität von Seele/Körper angeregt, bei der beide Aspekte in Harmonie miteinander leben sollten. Heutzutage wurde diese Herangehensweise durch eine Ich/Körper-Dualität ersetzt (eine Idee die durch Locke und Descartes initiiert wurde), bei der der Körper nicht das Medium für die Inkarnation ist, sondern lediglich ein Objekt, das frei gebraucht und missbraucht werden kann (siehe z.B. heutzutage den letzten Schrei von Piercings, Ritzen, Tattoos und die wachsende Tragweite des Transhumanismus).

In der Vergangenheit wurde die Frau/Mann-Dualität durch die Sexualität versinnbildlicht, bei der der Mann und die Frau zusammenkamen und Genuss und Fortpflanzung erlebten. Der sexuelle Genuss und die Fortpflanzung wurden dann durch die Verhütung dissoziiert.

In der Vergangenheit war die Masturbation eine ärmliche sexuelle Alternative für „echten Sex“. Heutzutage hat die Verehrung des Selbst und die narzisstische Implosion zu einer ansteigenden Anzahl von Individuen geführt, die angeben, dass sie Porno-Masturbationen echtem Geschlechtsverkehr vorziehen. Dieser Umstand hat den Aufstieg von noch einer weiteren anderen „sexuellen Orientierung“ gefördert: Pornosexualität. Die Explosion der Verkaufszahlen von Sexspielzeugen ist ein weiterer Indikator dafür, dass sexuelle Aktivität zu einer solo „Freizeitbeschäftigung“ wird.

Ein einzelnes „Elternteil“ kann Kinder durch Fortpflanzung im Reagenzglas kaufen, was eine der ultimativen narzisstischen Phantasien wahr werden lässt: die Selbst-Erzeugung. Schon bald wird es einem „Elternteil“ für eine Zusatzgebühr möglich sein, die Genetik des Kindes zu verbessern und sie oder ihn wie ein Auto nach Kundenbedarf einzurichten. Diesen Prozess nennt man „germlining“ und er wird schon jetzt angewendet, um menschliche Föten auf „Krankheiten“ zu überprüfen.

Einhergehend mit einer Verengung des Fokus hinsichtlich des Individuums als ein integraler Teil des Kosmos hin zu dem isolierten individuellen Selbst, erleben wir ein Verengung der Zeit hinsichtlich des Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft-Kontinuums, hin zu ausschließlich dem gegenwärtigen Moment. Heutzutage werden die Alten in Altersheimen vergessen, während die Menschen auf Kredit leben und „das Morgen für Heute in Zahlung geben“, um die kurzlebigen Verlangen des gegenwärtigen Moments zu befriedigen.

Immer jüngere Menschen entscheiden sich für eine Schönheitsoperation, um irgendeinem ästhetischen „Ideal“ zu entsprechen, während sie dadurch ihr zukünftiges Erscheinungsbild kompromittieren (im Jahr 2014 gab es 64.000 Schönheitsoperationen an Menschen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren). Wir haben entsetzliche Zeiten erreicht: Speed-Dating, programmierte Alterung, Fast Food, Zustellung mit Drohnen, Instant Messaging, Echtzeit Newsfeeds, lerne eine Sprache an einem Tag, verliere 10 Kilo in einer Woche, etc.

Ohne Vergangenheit und Zukunft gibt es keine Hoffnung mehr, keine historische Perspektive, kein Lernen aus vergangenen Fehlern, keine Langzeitplanung. Es gibt kein Bedauern mehr, keine Reue oder Verantwortlichkeit, und keine historische Strukturerkennung. Das Individuum fällt in das bedeutungslose Nichts des allgegenwärtigen momentanen Augenblicks.

Jedoch erleben nicht alle Menschen dieser Millennium-Generation diese narzisstische Implosion; nicht alle Menschen der Millennium-Generation sind überzeugte KfsG. Also kann der Generationsfaktor nicht die einzige Ursache für den Aufstieg der KfsG sein.

Gibt es einen fundamentalen Unterschied zwischen denjenigen, die die Ansichten der Autoritäten akzeptieren und vehement vollstrecken und denjenigen, die diese Ansichten ablehnen?

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