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Mai 24, 2018

Die 10 ältesten Städte Russlands — RT Deutsch


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Smolensk ist eine russische Stadt in der Oblast Smolensk im Westen des Landes nahe der Grenze zu Weißrussland mit 326.861 Einwohnern (Stand 2010).

Diese zehn russischen Städte Machen der „Ewigen Stadt“ Rom natürlich keine Konkurrenz. Dennoch lohnt sich ein Eintauchen in die Geschichte der Alten Rus und ihrer damaligen Nachbarstaaten.

von Boris Jegorow

Smolensk (9. Jahrhundert)

Erstmals wurde die Stadt im Jahr 862 als politisches Zentrum des Stammes der Kriwitschi erwähnt. 882 eroberte die Fürst Oleg von Nowgorod die Stadt. So wurde Smolensk ein Teil des mittelalterlichen russischen Staates, der Kiewer Rus.

 

Murom (9. Jahrhundert)

Als wichtigste Stadt des finno-ugrischen Volksstammes wurde Murom an den Ufern des nördlichen Obs 862 erstmals in den Chroniken erwähnt. Die Stadt war damals ein bedeutendes Handelszentrum und damit eine wichtige wirtschaftliche Stützer des altrussischen Staates.

 

Rostow Welikij (9. Jahrhundert)

Rostow Welikij wurde zum ersten Mal im Jahr 862 erwähnt, als sie bereits eine wichtige Siedlung war. Um das 13. Jahrhundert wurde Rostow zur Hauptstadt eines der bedeutendsten russischen Fürstentümer. Nachdem das Fürstentum Rostow im 15. Jahrhundert in das Großherzogtum Moskaus übergegangen war, verlor die Stadt im Laufe der Jahre an Bedeutung.

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Welikij Nowgorod (8. Jahrhundert)

Gegründet 859 n. Chr. auf Grundlage einer bereits um die 100 Jahre alten Siedlung, lag Nowgorod an einem Kreuzungspunkt der Zivilisationen. Nowgorod gewann dank dem wichtigen Handelsweg zwischen Griechenland und Skandinavien an Reichtum und wurde später zu einem Mitglied der Hansa. Heute ist Welikij Nowgorod ein Konglomerat von Denkmälern von besonderer historischer, kultureller und spiritueller Bedeutung für Russland, wie das folgende Video zeigt.

 

Aluschta (6. Jahrhundert)

Aluschta wurde einst von dem byzantinischen Herrscher Justinian I. als Alouston gegründet. In Aluschta umbenannt wurde sie dann erst im 15. Jahrhundert.

 

Sudak (3. Jahrhundert)

Sudak wurde 212 von den Alanen gegründet, einem Nomadenvolk. Damals hieß die Siedlung Sougdaia. Im Mittelalter gehörte die Stadt mal zu Byzanz, mal zu den Chasars, den Kumanen und den Mongolen. Den heutigen Namen erhielt die Stadt während der Türkenherrschaft vom 15. bis zum 18. Jahrhundert.

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Jewpatorija (5. Jahrhundert v. Chr.)

Die Griechen gründeten im 5. Jahrhundert vor Christus hier die Siedlung Kerkinitis. Dreihundert Jahre später war die Gegend bereits als wichtiges Handelszentrum bekannt. Dann aber kamen die Skyphen und zerstörten die Stadt. Über das Stadtleben während der Türkenherrschaft im Mittelalter ist nicht viel bekannt. Seit 1783 trägt sie ihren aktuellen Namen.

 

Feodossija (6. Jahrhundert v. Chr.)

Feodossija wurde einst von griechischen Kolonisten gegründet. Seit 355 v. Chr. gehörte die Stadt zum Bosporus-Königreich. Nach dem Angriff der Hunnen im vierten Jahrhundert wurde die Stadt zum langfristigen Schlachtfeld zwischen Byzanz und den Chasaren – bis sie im 13. Jahrhundert dann von den Mongolen erobert wurde.

 

Derbent (6. Jahrhundert v. Chr.)

Vor dem Anschluss der Krim an Russland 2014 war Derbent die älteste Stadt Russlands, älter ist nur Kertsch auf der Krim (siehe nächster Punkt). Die Derbenter behaupten, die Stadt sei schon über 5000 Jahre alt, Historiker aber gehen von einer Gründung im 6. Jahrhundert vor Christus aus. Derbent lag damals an einer wichtigen Kuluren- und Zivilisationsgrenze zwischen West und Ost sowie Süd und Nord.

 

Kertsch (7. Jahrhundert v. Chr.)

Die allerälteste Stadt Russlands ist Kertsch, gegründet vor über zweieinhalbtausend Jahren von den Griechen als Panticapaeum. Die Stadt war schon Hauptstadt des Bosporus-Königreichs sowie des Pontus. Panticapaeum erlitt große Schäden durch die Hunnen in den 370er Jahren, konnte sie dann aber dennoch besiegen. Zu Byzantinischen Zeiten im 6. und 7. Jahrhundert hieß die Bospor, drei Jahrhunderte lang später Chasars und als sie dann dsem slawischen Stamm der Tmutarakanen angeschlossen wurde, hieß sie Kortschew.

Dieser Beitrag erschien zuvor bei Russia Beyond. Wir bedanken uns für die Zweitverwertungsrechte.

 

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