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Februar 18, 2018

Mit gefälschten Bewerbungsschreiben: Migranten-Bande zockt 141.000 Euro Kindergeld ab


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Eine Bande junger Abzocker, fast alle mit Migrationshintergrund und bis zu 25 Jahre alt, hat in Hamburg die Familienkasse des Senats in großem Stil geschröpft. Die Bandenmitglieder fälschten Bewerbungsunterlagen, mit denen sie rückwirkend Kindergeld beantragten.

Viele dieser Anträge wurden von der Familienkasse großzügig positiv beschieden, sodass die Bande insgesamt über 140.000 Euro abzocken konnte. Erst bei intervallmäßigen Routinekontrollen fiel einigen Bediensteten auf, dass sich die Anträge wie ein Ei dem anderen glichen und teilweise Firmen als Bewerbungsadressaten angegeben wurden, die schon seit etlichen Jahren insolvent waren.

Bei über 40 Familien wurden daher Razzien wegen gewerbsmäßigen Betruges durchgeführt. Neben den gefälschten Dokumenten wurden jede Menge Drogen, Waffen und sogar eine Flagge des Terrornetzwerks IS/DAESH sichergestellt respektive beschlagnahmt. Die Bandenmitglieder hatten sich, so der aktuelle Ermittlungsstand, in Shisha-Bars nach vorheriger Absprache über diverse WhatsApp-Gruppen getroffen und ihr Vorgehen abgestimmt. Auf diesem Weg sollten auch weitere Mitglieder rekrutiert werden.

Gegenwärtig gehen die Ermittler von insgesamt über 80 Beteiligten aus. Zwei Hintermänner, die als Initiatoren und Drahtzieher dieses Betruges gelten und etwa die Hälfte der »Einnahmen« kassierten, sind bereits bekannt, laut Presseberichten aber noch auf freiem Fuß. Ein erster Effekt des jetzt aufgeflogenen Betruges: Kindergeldanträge sind rückwirkend nur noch für maximal sechs Monate möglich. Bei der hier erwähnten Abzocke wurden die Anträge teilweise für drei oder vier Jahre rückwirkend positiv beschieden.

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