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Mai 27, 2018

Facebook bringt Islam-Terroristen zusammen – Jouwatch


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Innerhalb weniger Stunden wurde auch er mit Freundschaftsvorschlägen für Dutzende Extremisten aus dieser Region überschwemmt. „Facebook hat in seinem Wunsch, so viele Menschen wie möglich zu verbinden, versehentlich ein System geschaffen, das Extremisten und Terroristen verbindet“, stellt Robert Posting fest.

In einem von den Forschern aufgedeckten Beispiel, schickte ein indonesischer IS-Unterstützer im März 2017 eine Freundschaftsanfrage an einen nicht-muslimischen Nutzer in New York. Während des ersten Austauschs erklärte der amerikanische Benutzer, dass er nicht religiös sei, aber durchaus Interesse am Islam habe.

In den folgenden Wochen und Monaten schickte der indonesische Facebook-Nutzer zunehmend radikale Botschaften und Links, darunter IS-Propaganda, die alle von seinem New Yorker Facebook-Freund „geliked“ wurden. „Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurde aus dem zuvor nicht-religiösen Facebook-User in den USA ein radikaler Muslim, der den IS unterstützte“, so Posting.

Beim Löschen radikaler Islam-Inhalte versage Facebook kläglich. Von 1000 IS-Unterstützern waren nach einem halben Jahr weniger als die Hälfte gesperrt worden, fanden die beiden Forscher heraus. „Das Profile, die IS-Propaganda verbreiten, zu Anschlägen aufrufen oder auf andere Art diese Gruppen unterstützen, weiterhin auf der Facebook-Plattform aktiv sein können, ist extrem beunruhigend“, meint Robert Posting. Selbst wenn terroristisches Material von Seiten entfernt werde, werde es dem Seiteninhaber weiterhin erlaubt, auf Facebook aktiv zu sein. Auch gäbe es immer wieder Fälle, in denen Profile wiederhergestellt werden, wenn die muslimischen Inhaber gegen ihre Sperrung protestierten.

So wurde der Account eines britischen Terrorverdächtigen, der IS-Propaganda Videos verbreitete, nach seinen Protesten gleich neunmal wiederhergestellt. Das zeige das Unvermögen oder sogar die Unwilligkeit des Unternehmens gegen extremistische (Islam-) Inhalte vorzugehen, erklären die Forscher. Facebook sei so zu einem Ort geworden, der die IS-Netzwerke aktiv unterstütze und es ihnen erlaube, neue Anhänger anzuwerben.

Der Vorgang sei ein erschreckendes Beispiel welche Konsequenzen diese neuen eingesetzten Technologien haben können. „Das Facebook mit seinen Freundschaft-Algorithmen Terroristen hilft, ist inakzeptabel“, findet Gregory Waters. Besonders wichtig seien nun das weitere Vorgehen des Netzwerk-Giganten nach den Enthüllungen der Studie.

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