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Mai 27, 2018

Tschechischer Geheimdienst-Chef wegen „Nowitschok“ in Ungnade geraten – Zeitung


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Politik

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Der tschechische Präsident Milos Zeman hat sich geweigert, dem Chef des tschechischen Inlandsgeheimdienstes BIS, Michal Koudelki, den Dienstgrad General zu verleihen. Die Tageszeitung „Aktualne“ erklärt diese Entscheidung mit dem neuen Bericht der Behörde zum Giftstoff „Nowitschok“.

Der BIS-Vertreter Ladislav Sticha hat inzwischen bestätigt, dass Koudelki zur Zeremonie am 8. Mai, bei der Militärangehörige und Geheimdienstler befördert werden sollen, nicht eingeladen wurde.

Wie die Zeitung unter Berufung auf die Umgebung des Präsidenten schreibt, hängt Zemans Entscheidung mit mehreren Ereignissen zusammen. Eines davon sei der jüngste Bericht von BIS zur mutmaßlichen Herstellung des „Nowitschok“-Nervengifts in Tschechien.

Zuvor hatte Zeman in einem Interview für den Sender TV Barrandov eingeräumt, dass ein Nervengift der Klasse „Nowitschok“ in Tschechien hergestellt und getestet worden sei. Der Kampfstoff trage dabei die Klassifizierung A-230 und sei in der Stadt Brno „in kleinen Mengen“ produziert und getestet worden. Das Nervengift sei gleich darauf vernichtet worden, so der Staatschef.

Gleichzeitig verwies Zeman aber auf Unklarheiten bei der Klassifizierung des Nervengifts. So habe der Militärgeheimdienst Tschechiens „Nowitschok“ als A-230 bezeichnet. Der Inlandsnachrichtendienst BIS behaupte wiederum, dass nicht A-230, sondern A-234 „Nowitschok“ sei. In dieser Frage vertraut Zeman nach eigenen Worten der militärischen Aufklärung.

Mehr dazu >>> „Erzählen von Märchen“: Moskau kritisiert Worte von OPCW-Chef zu Skripal-Fall

Ein anderer Grund, warum Koudelki nicht befördert wird, soll laut dem Blatt seine Rolle bei der jüngsten Ausweisung russischer Diplomaten im Zusammenhang mit dem Fall Skripal sein.

Derweil hat der tschechische Premier Andrej Babis dem Staatschef widersprochen. Babis behauptet, dass in Tschechien niemals ein Nervengift der Klasse „Nowitschok“ hergestellt oder aufbewahrt worden sei. Dabei berief er sich überraschenderweise sowohl auf BIS als auch auf den Militärgeheimdienst. Die vorherigen Äußerungen Zemans bezeichnete er als „Missverständnis“.

„Im Jahr 2017 wurde in Tschechien ein Programm gestartet, das zum Schutz von Militärangehörigen und der Bevölkerung und zum Schutz gegen Massenvernichtungswaffen gedacht war. Im Rahmen dieses Programms wurde unter anderem auch eine Substanz des Typs Nowitschok A-230 getestet“, so Babis. Solche Tests bedeuten laut ihm aber keine Herstellung des Nervengifts. Zeman habe einfach die Begriffe „Herstellung“ und „Tests“ verwechselt.

Die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, veröffentlichte daraufhin einen emotionalen Facebook-Post: „Der tschechische Präsident ruft seine eigenen Untergebenen öffentlich auf, die Wahrheit über die Herstellung von Nowitschok nicht mehr zu verbergen. Die Geheimdienstler Tschechiens sind gezwungen einzuräumen, dass es Tests und die Entwicklung von Nowitschok gegeben hat. Drei Tage später bezeichnet der tschechische Premierminister die Aussage des Präsidenten als Missverständnis. Das ist einfach klasse!!!!! Sie haben sich in Lügen verstrickt.“

 

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