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Mai 27, 2018

Russische Diplomaten in Uno von ukrainischen Ex-Soldaten bedroht – Sacharowa


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Politik

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Menschen, die an der sogenannten „Anti-Terror-Operation“ (ATO) im Donbass teilgenommen haben, haben laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, einem russischen Diplomaten, der an der Tätigkeit des UN-Informationsausschusses teilgenommen hat, Gewalt angedroht.

Sacharowa, die selbst an Sitzungen des Ausschusses im Uno-Hauptquartier teilgenommen hatte, sagte am Freitag gegenüber Journalisten, am 9. Mai hätte die ukrainische Delegation in der Uno eine Veranstaltung zum Thema „Propaganda und Fake-News“ durchgeführt, die als Bestandteil der Tätigkeit des Informationsausschusses erklärt worden wäre. Der Veranstaltung habe ein Mitarbeiter der Abteilung für Information und Presse des russischen Außenministeriums beigewohnt.

„Die ukrainische Seite hatte zu der Veranstaltung, wie sie erklärt hat, ‚ATO-Veteranen‘ eingeladen, unter anderem Menschen, die als Scharfschützen, die aus dem Südosten der Ukraine gekommen wären, vorgestellt wurden. Nach der Veranstaltung haben sich diese Menschen unter Tarnung dem russischen Vertreter, der ein Mitarbeiter des Pressedienstes des Außenministeriums ist, genähert und angefangen, körperliche Gewalt anzudrohen“, so Sacharowa.

Die Diplomatin bezeichnete diese Veranstaltung als „Fortsetzung der Politik der Einschüchterung der Mitarbeiter des russischen Außenministeriums, die in der Informationspolitik tätig sind“ und erinnerte daran, dass die persönlichen Daten der Mitarbeiter der Abteilung für Information und Presse auf der ukrainischen Webseite „Mirotworets“ zu finden seien.

Die Datenbank der Webseite „Mirotworets“ umfasst Personen, die nach Ansicht der Seite Verbrechen gegen die nationale Sicherheit der Ukraine begehen könnten. Grundsätzlich sind dies russische Staatsbürger, die die Krim, die Volksrepublik Donezk oder Lugansk besuchten und  angeblich „die Staatsgrenze der Ukraine verletzten“. Viele Politiker, Kulturschaffende und Journalisten aus verschiedenen Ländern wurden den „schwarzen Listen“ hinzugefügt.

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation (die von Kiew als „Anti-Terror-Operation“ bezeichnet wird – Anm. d. Red.) gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk gestartet, die nach dem nationalistischen Umsturz in der Ukraine im Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach den jüngsten Angaben der Uno sind dem Konflikt im Südosten der Ukraine bisher bereits mehr als 10.000 Menschen zum Opfer gefallen.

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