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Juni 19, 2018

Wie lagere ich Obst und Gemüse? Gehören Paprika, Kartoffeln oder Wassermelonen in den Kühlschrank?



Der Kühlschrank verlangsamt den Reifeprozess

Im Kühlschrank wird der Reifeprozess verlangsamt. Deshalb kann man vollreifes Obst und Gemüse im Kühlschrank aufbewahren, wenn man es nicht sofort verzehren möchte. Äpfel und Birnen lassen sich hervorragend im Gemüsefach lagern. Andere Sorten verlieren jedoch im Kühlschrank sehr schnell ihr Aroma, so zum Beispiel Tomaten, Wassermelonen, Paprika und Gurken. Auch Bananen gehören nicht in den Kühlschrank, dort werden sie grau.

Nicht nachreifendes Obst und Gemüse wie Physalis, Möhren, Salat, Sellerie oder Kohl kann man gut im Kühlschrank aufbewahren, wenn man keine kühle Vorratskammer hat. Beeren gehören immer in den Kühlschrank, denn bei Zimmertemperatur verderben sie schnell. Auch frische Kräuter im Bund sind eingeschlagen in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank oder im Wasserglas in einer kühlen Ecke gut aufgehoben. 

Paprika, Zwiebeln und Gurken mögen es kühl und lichtgeschützt

Kartoffeln und Zwiebeln ist es im Kühlschrank zu kalt. Genauso wie Paprika und Gurken sollte man sie trotzdem kühl und lichtgeschützt lagern. Glücklich ist, wer eine Vorratskammer hat, die auch vor Frischeverlust durch Zugluft schützt. Gut geeignet sind auch die klassischen Tontöpfe mit Löchern für die Belüftung, etwa für Zwiebeln und Knoblauch. Was viele nicht wissen: Auch im Kühlschrank wird den dort gelagerten Lebensmitteln durch die starke Luftzirkulation Feuchtigkeit entzogen. Deshalb gehört Obst und Gemüse in das Gemüsefach, wo es vor Zugluft geschützt ist.

Verpackungsfolien halten länger frisch

Auch die gelöcherten Folien und Plastikschalen, in denen Obst oder Gemüse aus dem Supermarkt verpackt ist, schützen vor Austrocknung und lassen durch die Löcher trotzdem das benötigte Maß an Atmung zu. Deshalb kann man das Gemüse ruhig während der Lagerung in der Verpackung belassen. Genauso funktionieren auch lose umgeschlagene Papiertüten, die zusätzlich noch den Vorteil haben, dass sie vor Licht schützen. Hersteller verpacken ihr Obst und Gemüse teilweise auch in einer luftdichten Verpackung unter Schutzatmosphäre, wodurch sich die Haltbarkeit erheblich verlängert, das sogenannte „Modified Atmosphere Packaging“ (MAP). Es empfiehlt sich hier – zumindest bei reifen Produkten – die Verpackung so lange ungeöffnet zu lassen, bis man das Lebensmittel verzehren möchte. 

Besser frisch einkaufen als zu lange lagern

Sind sie einmal angeschnitten und können nicht sofort verzehrt werden, gehören Obst und Gemüse abgedeckt in den Kühlschrank – egal, um welche Sorte es sich handelt. Praktisch, um die Schnittstelle zu verschließen, sind wiederverwendbare Kappen aus Silikon.

Grundsätzlich gilt: Wer es zeitlich einrichten kann, sollte lieber häufiger kleinere Mengen an Obst und Gemüse kaufen und diese rasch verzehren, statt sie lange zu lagern. Denn mit einer langen Lagerung geht meist auch ein Vitamin- und Aromaverlust einher.

Bild: © fotolia / monticellllo



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