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Juni 23, 2018

»Kühner Vorschlag« der Amazonas-Synode: Verheiratete Priester



Die Vorbereitungen für die Amazonas-Synode im Oktober 2019 laufen auf Hochtouren, so auch „neue“ Vorschläge, mit „Priestermangel“ umzugehen.

Die Vorbereitungen für die Amazonas-Synode im Oktober 2019 laufen auf Hochtouren, so auch „neue“ Vorschläge, mit „Priestermangel“ umzugehen.

In dem Vorbereitungsdokument „Amazonien: Neue Pfade für die Kirche und eine integrale Ökologie“ wird unter anderem eine Kirche mit „einem Amazonas-Gesicht“ beschworen, die eine „prophetische“ Dimension haben soll. Teil dieser neuen Dimension seien Frauenpriester und die Abschaffung des Zölibats.

Paragraph Nr. 14 des Dokuments besagt diesbezüglich: „In diesem Sinn erinnert uns das Zweite Vaticanum, dass das ganze Volk Gottes Anteil am Priestertum Christi hat, obwohl zwischen dem allgemeinen Priestertum und dem Amtspriestertum unterschieden wird. Deshalb ist es eine Dringlichkeit, die Ämter, die heute notwendig sind, um auf die Ziele einer ‚Kirche mit Amazonas-Gesicht und einer Kirche mit indigenem Gesicht‘ zu antworten, neu zu werten und zu überdenken.“

Worin dieses „Überdenken“ bestünde, bleibt offen.

Deutlich wird die Rechtfertigung von verheirateten Priestern, wenn man die Aussprüche Erwin Kräutlers kennt, der sich seit Jahrzehnten für Frauen-Priester und verheiratete Priester einsetzt. Kräutler ist ein österreichisch-brasilianischer Bischof der Territorial-Prälatur Xingu im Amazonas-Gebiet Brasiliens.

Kräutler erklärte CNN in seiner Funktion als Sekretär der Amazonas-Kommission, dass die Themen „viri probati“ und „Frauenpriester“ auf dem Programm stünden.

Kräutlers Handschrift ist deutlich zu erkennen, wenn man im Dokument zwischen den Zeilen liest:

„Eine Priorität ist es, die Inhalte, die Methoden und die Verhaltensweisen einer inkulturierten Pastoral zu präzisieren, die imstande ist, auf die große Herausforderungen des Territoriums zu antworten. Eine andere Priorität ist, neue Ämter und Dienste für die verschiedenen pastoralen Vertreter vorzuschlagen, die auf die Aufgaben und die Verantwortung der Gemeinschaft antworten. Auf dieser Linie ist es notwendig, ausfindig zu machen, welche Art von offiziellem Amt den Frauen übertragen werden kann, indem der zentralen Rolle Rechnung getragen wird, die Frauen heute in der Amazonas-Kirche innehaben.“

Die Begründung des „Priestermangels“ und der „großen Territorien“ ist seit langem Schlagwort für den Druck zur Einführung von Sonderregelungen für den Priesterstand. Dahingehend schließt Nr. 14:

„Ebenso ist es notwendig, den indigenen und einheimischen Klerus zu unterstützen, indem die kulturelle Identität und die eigenen Werte aufgewertet werden. Schließlich sind neue Wege zu planen, damit das Volk Gottes besseren und häufigeren Zugang zur Eucharistie hat, dem Zentrum des christlichen Lebens (vgl. Dokument von Aparecida, 251).“ (Übersetzung von katholisches.info)

Konservative kritischen Stimmen werden vom Vatikan beschwichtigt, indem erklärt wird, dass diese Regelungen „Sonderregelungen“ und „Ausnahmen“ blieben, die sich nur auf das Amazonas-Gebiet beschränken würden.

Ein falsches „Demokratie“-Verständnis in Lehramtsfragen wird in den Vorbereitungsarbeiten durch einen Fragebogen gefördert, den Bischöfe der Amazonas-Region ausgehändigt wurde, um auf die Fragen zu antworten, indem sie „das Volk Gottes befragen“.

 



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