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Juli 21, 2018

Muss Löw weg? – Jeder zweite Deutsche ist gegen Löw als Bundestrainer



Joachim Löw hat sich entschieden, weiter Bundestrainer zu bleiben. Nur wenige Tage nach dem Ausscheiden bei der WM wurde die Entscheidung über Löws Zukunft beim DFB gefällt. Doch laut einer Umfrage sagt jeder zweite Deutsche: „Es ist ein Fehler, dass Joachim Löw weiter Bundestrainer bleibt.“ Dies ergab eine repräsentative Civey-Umfrage für „Focus-Online“.

Doch dass Löw nach dem WM-Debakel weitermachen will, könnte nicht nur für die Nationalmannschaft zum Problem werden. Löw könnte denselben Fehler wie Angela Merkel machen: Den richtigen Zeitpunkt für seinen Abgang verpassen und damit sein eigenes Denkmal einreißen. Beim DFB erhoffte man sich dringend einen Neuanfang, doch selbst nach der unfassbaren Selbstdemontage in Russland fühlte sich Löw dazu berufen, weiterzumachen.

Die Nachricht über Löws Amtsverlängerung kam demnach auch nicht vom DFB, sondern wurde von der „Bild-Zeitung“ verkündet. Löws „Weiter so“ wird nach dem historischen Scheitern bei der WM daher von vielen mit großer Skepsis gesehen. Ob und wie Löw die Erneuerung umsetzen wird und will, ist offen. Bislang sagte Löw nur, er „wolle jetzt alles anders und besser machen“. Trotz aller Verdienste, die Löw erreicht hat, müsste man sich jetzt eingestehen, dass ein echter Neuanfang mit alten Kräften nicht möglich ist.

Der DFB hätte trotz Löws Verdienste einen Schlusstrich ziehen müssen und Löw die Entscheidung über die Fortsetzung seines Amtes nicht alleine überlassen dürfen. Löw hätte niemandem mehr etwas beweisen müssen. Er hat alles erreicht. Jetzt kann nur noch der Abstieg nach dem Absturz folgen. Dass Löw weitermacht, könnte zum Schaden der Nationalmannschaft werden, sollte er und sein Team sich nicht grundlegend ändern.

Bei der repräsentativen Umfrage für „Focus Online“ wurden rund 5.000 Personen befragt. Knapp 29 % halten die Entscheidung, dass Löw Bundestrainer bleibt, für falsch. Knapp 20 % halten die Entscheidung für „eher falsch“. Nur 33,8 % halten die Entscheidung für richtig.

Na klar, Löw kann große Erfolge für sich verbuchen, wofür wir ihm alle danken. 2014 bleibt unvergessen, genau, wie unser Sommermärchen 2006, an dem auch Löw schon beteiligt war. Jedoch ist er nun mitverantwortlich für ein historisches Scheitern der Nationalelf. Dieser Verantwortung sollte er sich stellen und Konsequenzen müssen gezogen werden. Für viele andere Berufsgruppen bedeutet ein Scheitern in solchem Ausmaß Rücktritt oder Kündigung. Die Leistung wurde eben nicht erbracht.

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