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Juli 20, 2018

Auch Kinderarmut steigt in Deutschland weiter an



In den Sommerferien besonders schmerzhaft

Fereienzeit ist Reisezeit. Mit den Eltern oder Freunden verreisen, andere Länder sehen, sich am Strand lümmeln, im Meer erfrischen, neue Kulturkreise erschließen oder einfach nur abhängen. Das sind Ferien. Doch immer mehr Kinder schauen in die Röhre – weil das Geld fehlt.

Quelle: vdk.de / keine Verfügungsbeschränkung
Veröffentlicht: | Kategorien: Nachrichten, Nachrichten – Politik, Nachrichten – Politik – Empfohlen, Startseite – Empfohlen | Schlagworte: Deutschland, Kinderarmut, Ferienzeit, Trauerzeit, ALG II, keine Reise, Balkonien
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Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland lebt in einem Haushalt, der auf Bezüge aus dem ALG II (»Hartz IV«) angewiesen ist. Bei den unter Dreijährigen betrifft es sogar jedes dritte Kind. Regional gibt es dabei bundesweit gravierende Unterschiede. In Berlin lebt sogar jedes dritte Kind in einem ALG II – Haushalt. Unabhängig von der Region aber bleibt eine bundesweit einheitliche Tendenz: die Zahl der von Armut betroffenen oder bedrohten Kinder steigt in erschreckendem Ausmaß.

Hinter den trockenen Zahlen steckt jedoch viel mehr. Vor allem Kinder ab einem bestimmten Alter leiden mitunter extrem unter dieser Situation. Ganz besonders in den Ferien. Dann nämlich stehen sie außen vor, wenn es darum geht, in die Ferne reisen zu können. Da reicht das Geld nicht einmal für einen Wochenendausflug an einen See in der Nähe oder einen Kurzabstecher an die Küste. Am Ende des Geldes ist in diesen Haushalten meist noch reichlich Monat übrig und so schauen diese Kinder buchstäblich in die Röhre.

Selbstverständlich gibt es auch den Klischee-Haushalt, wo das ALG II-Geld unmittelbar in Tabak und Alkohol umgesetzt wird und den Eltern das Schicksal der Kinder relativ egal ist. Doch derlei Haushalte stellen einen verschwindend geringen Bruchteil in der Gruppe aller ALG-II-Bezieher dar. Meist ist es so, dass Vater und/oder Mutter noch durch Schwarzarbeit irgendwie ein paar Scheine auftreiben wollen, damit sie ihren Kindern zumindest hin und wieder ein wenig besseres Leben bieten können; und sei es nur ein Ausflug ans Steinhuder Meer oder an den Titisee. Oder mal ein paar wirklich neue Schuhe und nicht aus dem Second-Hand-Laden.



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